Haus
Den ganzen Betrieb zählen.
Vorbestellen und QR sind ein System. Das zweite zählt den Rest des Hauses. Nicht nur Bohne und Milch in der Tasse. Alles, was den Monat frisst, bevor der Gast kommt.
Was schon da ist
Die Tasse hat vier Zeilen: Bohne, Milch, Becher, Minute. Milchpreise stehen live auf milk.koveh.com — AMA-Bauernmilch, Oatly vom Regal, keine erfundenen Gastro-Zahlen. Auf Zahlen gibt es den Tagesabschluss: Bar, Karte, Trinkgeld. Das Haus dahinter fehlt noch. Kühlschrank, AKM, Schanigarten, Bruch — das bauen wir jetzt. Keine Sensor-Märchen, solange der Zähler nicht hängt.
Warum der Rest den Gewinn frisst
Eine Cappuccino-Kalkulation lügt, wenn der Kühlschrank 24 Stunden läuft und die Terrasse im November Miete zahlt. In Wien kommt die Fläche zweimal: Lokal und Schanigarten, oft extra bei der MA. Strom ist nicht eine Zahl. Es ist Maschine, Mühle, Kühlzelle, Licht, Geschirrspüler. Wasser ist Spüle und Dampf. Chemie ist nicht Putzmittel aus dem DM — es ist das, womit ihr wirklich spült und entkalkt. Bruch ist die Tasse, die den Boden trifft, und das Glas, das niemand aufschreibt. Service der Maschine ist ein Vertrag, kein Überraschungseinkauf. Musik ist AKM. Geräte im Lokal können ORF-Beitrag auslösen. Kommunalsteuer sitzt auf den Löhnen. Die WKO will ihre Umlage. Kontrollen kommen: Hygiene, Brand, was die Behörde schickt. Jede Zeile allein ist klein. Zusammen ist sie der Monat.
Checkliste. Alles, was Geld kostet.
Abhaken, was ihr habt. Betrag daneben. Monat für Monat. Dann sieht man, wo es zu viel ist — nicht erst in der Steuererklärung.
Raum
Miete
Hauptmiete, Index, Kaution als Erinnerung
Betriebskosten
Haus, Heizung, Reinigung des Hauses
Terrasse / Schanigarten
Extra Fläche, Saison, Stadt Wien
Lager / Keller
Wenn es nicht in der Miete steckt
Müll
Rest, Bio, Glas, Fett
Energie
Strom gesamt
Rechnung Wien Energie oder wer bei euch liefert
Kühlschrank / Kühlzelle
Eigenes Gerät, 24 Stunden
Maschine und Mühlen
Dampf, Kessel, Standby
Licht
Theke, Gast, Terrasse abends
Wasser und Abwasser
Spüle, Dampf, WC
Wärme
Gas, Fernwärme, Klimaanlage
Internet / WLAN
Leitung und die Box — später auch Zählen der Geräte
Abgaben
AKM
Musik im Raum. Nicht optional, wenn Lautsprecher laufen
ORF-Beitrag
Geräte, Radio, Screen
Kommunalsteuer
Auf die Löhne
WKO
Kammerumlage
Sozialversicherung
Dienstnehmer und Dienstgeber
Steuerberater
Monatlich oder pro Abschluss
Versicherung
Betrieb, Glas, Haftpflicht
Kontrollen
Hygiene, Brand, Gutachten, Nachweise
Menschen
Barista-Stunden
Brutto plus Zuschläge
Schichtleitung
Wenn jemand mehr verdient als die Theke
Reinigung
Kraft oder Firma
Ersatz / Krankenstand
Die teure Lücke
Ware
Kaffee roh
Kilo und Schwund beim Mahlen
Milch Kuh
Liter, nicht der Bauernpreis
Hafer, Soja, Mandel, Kokos, Erbse
Jede Sorte eigene Zeile
Sirup und Soßen
Pump, nicht die Flasche im Kopf
Extras
Shot, To go, was auf der Karte Aufpreis hat
Becher, Deckel, Tüten
Stück, nicht der Karton
Zucker, Servietten, Rührstäbe
Klein und unsichtbar
Chemie
Spüle, Entkalker, Oberfläche, Hände
Bruch und Schwund
Tassen, Gläser, Löffel. Aufschreiben.
Maschine
Servicevertrag
La Marzocco und was sonst dampft
Wasserfilter
Kartusche nach Litern oder Monaten
Ersatzteile
Dichtung, Sieb, Kanne
Rest
Karten- und Bankgebühren
Stripe, Terminal, Konto
Marketing
Nur wenn es wirklich rausgeht
Wäsche und Kleidung
Schürzen, Tücher
Schädlinge
Vertrag, nicht der Schreck
Software
Kasse, Buchhaltung, Musikdienst
3D. Jedes Ding anklicken.
Wir bauen schon Städte als Zwilling — Wien und Zürich fliegen als Raum. Als Nächstes kommt euer Lokal als Zimmer. Kühlschrank, Maschine, Terrasse, Theke, WLAN-Box. Klick: was das Ding im Monat kostet. Ihr schickt Fotos und einen groben Grundriss. Wir stellen die Teile hin — schnell, als Antrag, nicht als Architektur-Vortrag. Später könnt ihr selbst schieben: neue Mühle, zweite Kühlung, Tische raus. Ziel ist nicht ein hübsches Bild. Ziel ist, dass jede Ausgabe einen Ort hat. Dann sieht man, warum der Strom hoch ist, ohne drei PDFs zu öffnen.
Bank, Karte, Ordner mit Belegen
Sirup könnt ihr in eine Zeile tippen. Besser ist, die echte Bewegung zu sehen. In der EU geht das über Open Banking: ihr erlaubt uns, Umsätze zu lesen — nicht zu zahlen. Oder ihr legt den CAMT oder CSV aus George, Raiffeisen, Revolut in einen Ordner. Oder jemand wirft PDFs und Fotos der Rechnungen in einen Ordner, Telegram, Drop. Wir sortieren: Milch ist nicht AKM, Wien Energie ist nicht der Steuerberater. Dann hört die Unit-Ökonomie auf, ein Ratespiel zu sein. Die Tasse kennt ihre vier Zeilen. Der Monat kennt den Rest.
Blue Ring. Nur Bewegung.
Später, wenn das Geld klar ist: wie die Schicht sich bewegt. Nicht «wer faul ist». Wir heißen das Blue Ring. Wir schauen auf Zeit und Wege. WLAN kann zählen, wie viele Geräte im Raum sind — nicht wessen Handy. Das gab es schon als Präsenz, anonym. Eine Kamera nur, wenn das Lokal das will und das Recht das trägt: Heatmap, keine Gesichter, kein Film über die Person. Betriebsrat und klare Abrede, sonst nicht. Satz nach außen: we look at how the shift moves. Nicht: we watch your workers. Erst der Betrieb, der schon ein paar Monate läuft. Sonst ist die Szene zu dünn.
Für wen
Ein Lokal, das mindestens zwei Monate offen ist. Dann gibt es Rechnungen, nicht nur einen Businessplan. Rohdaten: Strom, Miete, Lohn, Einkauf, ein Ordner Belege. Wir sagen danach, wo es zu viel ist und wo es fehlt. Dienstag mit drei Leuten und leerer Terrasse. Hafer, der weggeschüttet wird. AKM, die niemand angemeldet hat. Experiment: eine Zeile ändern, den nächsten Monat vergleichen.
Was danach kommt
Wenn das Loch in den Gästen sitzt, nicht in der Milch, kann ein Mensch für Sichtbarkeit helfen. Nicht vorher. Erst die Zahlen. Dann die Szene. Dann, wenn ihr wollt, Blue Ring.
Antrag. Wir fangen mit eurem Haus an.
Name, Stadt, wie lange offen, Mail. Optional: Link zum Ordner mit Rechnungen. Wir schreiben zurück, was wir brauchen — ohne Demo-Theater.